Wie es nicht sein sollte

Benutzeravatar
bonns
Beiträge: 141
Registriert: So 21. Feb 2016, 19:54

Wie es nicht sein sollte

Beitragvon bonns » Mo 14. Nov 2016, 11:02

Moin,

hier mal ein kurzer Bericht über einen Transport, der nicht so gelaufen ist, wie ich es gewohnt bin.

Am vergangenen Donnerstag um 19 Uhr sollte ich als BF2 / Beifahrer zusammen mit einem Kollegen der als BF3 fuhr einen Transport aus Freiburg abholen.

Der Transport hatte Überlänge, Überbreite und rund 120t.

Nach dem verladen mussten wir ohne Polizei rückwärts auf eine dreispurige Straße mitten in Freiburg, fahren.
Wir sprachen unser Vorgehen ab, allerdings hat mein Kollege offenbar ein sehr kurzes Kurzzeitgedächtnis.
Er sollte von der Baustelle rückwärts in eine Bushaltestelle fahren, und dort auf mich warten.
Wenn der STP aus der Baustelle kommt, wollten wir zusammen die Straße dicht machen.
Er fährt raus, und stellt sich mit dem Zeichen 276 auf die mittlere Fahrspur, unmittelbar nach einer Kreuzung.
Natürlich wurde er gnadenlos überholt.
Der STP war noch nicht auf der Straße.
Als der Transport raus kam, stellte ich mich ebenfalls mit 276 neben meinen Kollegen, und bat ihn, die rechte Spur zu schließen.
Nein, das geht nicht, da kommen PKWs, war seine Antwort.

Irgendwie bekamen wir den LKW auf die Straße, und ich fuhr als BF2 vor den Transport.
Unmittelbar nach unserer Baustelle wurde die B31a zweispurig.
Mein Kollege sollte zumachen, bekam das aber auch wieder nicht auf die Reihe.
Die PKWs überholten munter weiter.

Wir kamen dann auf die Autobahn, ich lies mich von beiden Fahrzeugen überholen, und fuhr etwa 100 Meter hinter dem BF3.
Der BF3 Fahrer hatte durchgehend 101 gesetzt und fuhr mit einem Abstand von unter 10 Meter hinter dem Transport.

Beim Überholen eines anderen LKW setzte er wieder 276 (auf der 3. Spur) danach 101
Nachdem ich mir das ca. 130 km lang angeschaut habe, rief ich Henry an, und fragte ihn, ob und wenn ja wie, er reagieren würde.
Wir vereinbarten, das ich den Kollegen durch die Blume auf sein Fehlverhalten hinweise.

Ich fragte den Kollegen, ob er weis, wie weit die Leitpfosten auseinander stehen.
Seine Antwort lautete: Da fragscht mi jetzt aber was, keine Ahnung!
Darauf antwortete ich ihm, die stehen in der Regel 50 Meter auseinander, genau so weit, wie dein Mindestabstand sein sollte.
Er: das hab i net gewisst, und es hat sich auch noch keiner beschwert.

Ich fahre jetzt seit 45 Jahren Unfallfrei.
Warum?
Abstand ist unsere einzige Lebensversicherung, und ich habe niemals den Respekt vor meinem Arbeitsgerät verloren.

Ich kann einfach nicht zuschauen, wenn jemand aus Dumm und Unwissenheit sein, oder das Leben anderer aufs Spiel setzt.

Ich muss dazu sagen, besagter Kollege fuhr schon mal bei uns, war eine ganze Zeit in einer anderen Firma, und ist jetzt zurück gekommen.
Soll heißen, er fährt schon über ein Jahr BF3, und ich meine, nach so langer Zeit sollte man auch die ganz normalen Feinheiten beherrschen.

Euch wünsche ich eine gute Woche.
.
.
.

Benutzeravatar
Schuby
Administrator
Beiträge: 379
Registriert: So 21. Feb 2016, 09:29
Wohnort: Berlin

Re: Wie es nicht sein sollte

Beitragvon Schuby » Di 15. Nov 2016, 01:27

Ich hatte auch ein Erlebniss mit einem Begleiter.
Konvoifahrt, Windparkteile, 2 LKW, 2 BF3.
Ich fuhr als letzter, was ich gerne mache.
Baustelle, der Kollege BF3 fährt munter mit
< 10m hinterher, weder ein Zeichen gesetzt, noch reagiert er auf den Funk meines STPs.

Er hätte Probleme mit dem Funkgerät, kam nach der Baustelle. Also hat er doch gehört.

Er setzte munter eine Auswahl der uns zur Verfügung stehenden Zeichen, aber nicht einmal das, was benötigt wurde.
"Fahr links, mach zu, setz Überholverbot!!!"
Nichts.
"Fahr rechts, mach wieder auf, setzt Achtung."
Er fährt nach links, 3-spurige Autobahn und setzt? Na? Rischtich, 276.

Bei sowas schwillt mir der Kamm, das ist einfach nur abartig lebensgefährlicj!

Raststätte, wir gehe Kaffeetrinken, Kollege BF3 nicht. Ich frage die STP-Fahrer, was das für ein Trottel ist, ob der überhaupt den BF3-Schein hat.
"Ist ein Osteuropäer, IST ein Trottel, besorgt dir aber alles ..."

Warum darf jeder Vollpfosten bei uns in Deutschland BF3 und STP fahren, die deutsche Sprache weder fähig zu verstehen, noch zu lesen???
Mal hier, mal da

Gruß Henry

Benutzeravatar
bonns
Beiträge: 141
Registriert: So 21. Feb 2016, 19:54

Re: Wie es nicht sein sollte

Beitragvon bonns » Di 15. Nov 2016, 05:29

Ich habe heute wieder einen Transport von Freiburg, die selbe Baustelle, abgeholt.
Wieder als Beifahrer.
Die Firma war die selbe, nur der Fahrer war ein anderer.
Der Deutsche.
BF3 kam von einer Frendfirma.
Alles hat einwandfrei geklappt.
Alles?
Nein!
10 km vor der Baustelle kam die Polizei.
Ich sollte meinen Sprinter stehen lassen, (direkt nach der Autobahnabfahrt) und wie in der Genehmigung geschrieben, im LKW mitfahren.
Drei Dinge sprachen für mich dagegen.
1. Ich lasse mein Auto nicht irgendwo stehen.
2. Ich steige in keinen LKW
3. Ich wusste nicht, wie ich zum Sprinter zurück komme.
Ich habe freundlich auf den Polizisten eingeredet, bis er mir sein ok gab.
Der Deutsche Fahrer kann beim entladen, umdrehen und einparken jede Menge BF3 Fahrer beschäftigen.
Heute hat er ausser uns beiden auch noch zwei Polizeiwagen samt Besatzung bespasst.
Diese völlig sinnlose Beschäftigungstherapie kostete mich gut 2 Stunden, die mir jetzt zum schlafen fehlen.

Um 13 Uhr begleite ich einen Transport von der A8, RA Gruibingen nach Hamburg.
.
.
.


Zurück zu „Transportbegleiter“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast