BF4-Schulung

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Schuby
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BF4-Schulung

Beitragvon Schuby » Sa 27. Jan 2018, 13:35

Ich habe am Donnerstag dann auch meine erste BF4-Schulung hinter mich gebracht, ich bin nun durch meine Unterschrift auf einem Formular, eine theoretische Unterweisung und eine praktische Schulungsfahrt Verwaltungshelfer.

Ich fand es hochinteressant, die beiden Beamten haben auf Augenhöhe referiert, Zwischenfragen wurden sofort beantwortet. Zu einigen erzählten Erlebnissen als BF2-, bzw. BF3-Fahrer hat sich einer der Beamten auch Notizen gemacht. Ob das positiv oder negativ ist, kann ich nicht beurteilen.
Mein Eindruck war jedenfalls: Die beiden haben Ahnung von der Materie Schwertransport.
So dauerte denn die theoretische Unterweisung fast eine Stunde länger als von den Beiden geplant.
Wir wurden übrigens in 2 Strecken unterwiesen, die jeweilige Roadmap wurde mehr oder weniger wörtlich auseinandergenommen.
Ansprechpartner für die Roadmaps (Verbesserungen, Änderungen, etc.) sind die jeweiligen Disponenten in der jeweiligen Firma, die BF4 im Kreis Steinfurt fährt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die beiden Beamten direkt anzurufen. Und natürlich hab ich vergessen, nach einer Telefonnummer zu fragen.
Für Verbesserungsvorschläge im Sinne der Verkehrssicherheit (die geht den Beiden über alles, was aus meiner Sicht auch völlig verständlich ist) haben beide ein offenes Ohr, Vorschläge werden schnellstens vor Ort überprüft und gegebenenfalls als Aktualisierung veröffentlicht.

Dann gings zum praktischen Teil.
Es wird ein kompletter Schwertransport simuliert, mit allen Halte- und Sperrpunkten, Besonderheiten.
Zuerst fuhren wir im Konvoi (drei BF4-, drei BF3-Fahrzeuge, vornweg der Streifenwagen) zu einem Parkplatz, um von dort als Noch-BF3-Fahrer ein BF4-Fahrzeug zu übernehmen. Lustig war, ich fuhr als letzter, wie die Passanten teils mit offenem Mund am Straßenrand stehenblieben ...
Im Kreis Steinfurt wird grundsätzlich mit mindestens drei Begleitfahrzeugen gefahren. BF1, BF2 und BF3.
BF1 ist für die jeweiligen Sperrungen zuständig. Nachdem das letzte vorbeifahrende Fahrzeug an Bf2 über Funk mitgeteilt wurde, setzt sich Bf2 nach passieren des genannten Fahrzeugs in Richtung Bf1 in Bewegung. An Bf1 angekommen geht eine Meldung an Bf3 raus, das vor dem Schwertransport fährt. Das ist nur eine grobe Übersicht und nicht unbedingt die genaue Verfahrensweise.

Ich stieg zu Uwe ein, er gab mir eine Kurzeinweisung in die BF4-Anlage, ich fuhr als Bf2, auf der Rückfahrt über die 2te Strecke als Bf3. Der Streifenwagen simulierte teils mit Blaulicht den Schwertransport, in Bf1 hat es sich einer der Beamten "bequem" gemacht, um die Strecke zu erklären, teils fuhr der Streifenwagen aber auch vor Bf1, um entsprechende Sperrungen auch durchsetzen zu können.

Das hat fast nichts mehr mit dem zu tun, was ich bisher gemacht habe: BF2 oder BF3.
Vor allem aber: Man hat als Verwaltungshelfer in einem BF4-Fahrzeug kaum noch eine Möglichkeit der eigenen Entfaltung. Als "normaler" Begleitfahrer entscheide ich situationsbedingt, was ich als nächstes mache. Obwohl es seitens der BSK entsprechende Vorschriften/Richtlinien gibt. Als Verwaltungshelfer habe ich mich strikt an die Auflagen in den Roadmaps zu halten. Auch soll ich den Zustand des zu begleitenden STP grob bewerten und z.B. den Fahrer auf eventuelle Mängel hinweisen. Sollte (Beispielhaft) eine Kette durchhängen, so hat der Fahrer nachzuspannen, oder aber der Transport bleibt stehen. Bei Nichtbeachtung sind wir angewiesen, die Blaulichter zu holen, so lange bleibt der Transport stehen.

Fazit: Es war ein sehr informativer Tag!
Absolut oberste Priorität, so habe ich festgestellt, ist die Kommunikation. Und zwar eine korrekte Kommunikation, ohne Umschweife wie "es könnte", "es sollte", oder mein Lieblingswort: Eigentlich ...
Nachts sind alle Katzen grau. Daher werde ich wohl die entsprechenden Strecken im Vorfeld mehrmals abfahren, um mir markante, oder vorgegebene Punkte aus den Roadmaps einzuprägen, ggf. zu notieren.
Die beiden Beamten dort haben keine Lust auf Anzeigen schreiben, sie suchen den Weg der direkten Ansprache.
Wenn es allerdings unbelehrbar wird ...
Und ich habe auch keine Lust auf Anzeige, gar Punkte und Talers.
Mal hier, mal da

Gruß Henry

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Zita
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Re: BF4-Schulung

Beitragvon Zita » Sa 17. Mär 2018, 12:04

Zuerst mal (wenn auch mit einiger Verspätung): willkommen im Kreise der Verwaltungshelfer. :handgestures-thumbup:


Die Schulungen laufen zwar überall etwas anders ab, bestehen aber meist aus einem theoretischen Teil und einem Teil zur Streckenkunde und über jeden gibt es eine Bescheinigung. Kommen in einem Kreis weitere Strecken dazu, muß nur noch die streckenbezogene Einweisung gemacht werden - zum Verwaltungshelfer wird man nur einmal bestellt. Diese Einweisung macht entweder die Polizei (manchmal abends direkt vor dem Transport) oder ein sogenannter Multiplikator. Das ist jemand, der selbst von offizieller Seite unterwiesen wurde und sein Wissen dann an BF4-Fahrer weitergibt.


Und um nochmal auf den Kreis Steinfurt zurückzukommen: der hat ein eigenes Thema:

viewtopic.php?f=5&t=261


:auto-layrubber:

Gute Fahrt allerseits!
... der werfe den ersten Stein!


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