Kreis Steinfurt (NRW): Einsatz von Verwaltungshelfern gemäß Roadmap

Benutzeravatar
bonns
Beiträge: 135
Registriert: So 21. Feb 2016, 19:54

Re: Kreis Steinfurt (NRW): Einsatz von Verwaltungshelfern gemäß Roadmap

Beitragvon bonns » Mi 30. Aug 2017, 18:57

Drei mal dürft ihr raten, wo ich gerade bin, und was ich morgen mache.
Richtig, ich stehe in Steinfurt, und mache morgen die Einweisung.

Mein Auto hat bereits die passende Lackierung, und das Funkgerät ist eingebaut.

Es fehlen noch die Seitenbeleuchtung und die Anlage, sowie Lust meinerseits.

Es ist also absehbar, wann ich dem Kreis der Erlauchten beitreten werde.
.
.
.

Benutzeravatar
Zita
Beiträge: 372
Registriert: So 21. Feb 2016, 20:50
Wohnort: Hagen

Re: Kreis Steinfurt (NRW): Einsatz von Verwaltungshelfern gemäß Roadmap

Beitragvon Zita » Do 31. Aug 2017, 05:47

Uwe, ich freue mich auf Deine Kommentare zu den Einweisungen und den Begleitungen!

Eins muß man dem BF4 zumindest lassen: es wird nicht langweilig.


Viel Spaß morgen vormittag. Ich bin ziemlich sicher, daß Du der einzige bist, der weiß, wo die Steinfurter Strecken online zu finden sind
:laughing-jumpingpurple:
... der werfe den ersten Stein!

Benutzeravatar
Zita
Beiträge: 372
Registriert: So 21. Feb 2016, 20:50
Wohnort: Hagen

Re: Kreis Steinfurt (NRW): Einsatz von Verwaltungshelfern gemäß Roadmap

Beitragvon Zita » Sa 16. Sep 2017, 11:01

Um hier auf dem laufenden zu bleiben, steuere ich mal meine eigenen Erfahrungen von der Einweisung bei:

am Anfang stand der theoretische Teil - die Information über die rechtliche Situation und die Pflichten eines Verwaltungshelfers im allgemeinen sowie auf einer konkreten Strecke. Danach fuhren alle zum Autohof Ladbergen.


Auf dem Autohof wurde ein Konvoi gebildet, der eine Transportbegleitung simulieren sollte: vorweg drei BF4, dann ein PKW und zum Schluß ein BF3 (passenderweise war ein Begleitfahrzeug dabei, das noch nicht zum BF4 umgebaut war). Die BF4 wurden entsprechend aufgetakelt (also die Schwertransport-Beschriftungen angebracht, die Anlagen aufgestellt und die Funkgeräte in Betrieb genommen) - ob das BF3 seine Anlage auch aufgestellt hatte, weiß ich nicht mehr. Dann wurden die ersten beiden Fahrzeuge je mit einem Polizisten neben dem Fahrer besetzt und alle anderen Anwesenden teilten sich auf die übrigen Fahrzeuge auf.

Auf dem Programm stand die Strecke von der AS Ladbergen (A1) über B 475 und B 219 zur AS Ibbenbüren (A30). Wie von den begleitenden Polizeibeamten angekündigt, stellte sich schnell heraus, daß die Kommunikation das eigentliche Problem war. Bei den am Anfang noch recht kurzen Entfernungen gar nicht mal die Verständigung sondern die reine Weitergabe von Informationen: an welchem Punkt die Straße gesperrt wurde, welches das letzte Fahrzeug war und wer dann fahren konnte. Es dauerte ein wenig, bis zu allen die Erkenntnis durchgedrungen war, daß rechtzeitiger Informationsaustausch nur möglich ist, wenn sich alle sehr kurz fassen. Auf dem zweiten Teil der Strecke machte sich dann die begrenzte Reichweite des CB-Funks und der störende Einfluß der Dörenther Klippen bemerkbar - die Verständigung brach zeitweilig völlig zusammen!

Am Autohof Ibbenbüren angekommen gab es eine kurze Besprechung, allgemeine Aufbruchstimmung ... und die Ankündigung der Polizei, die Aktion nach einem Fahrerwechsel in entgegengesetzter Richtung zu wiederholen.

Fahrer und Beifahrer des dritten BF4 wechselten auf den Fahrersitz des ersten bzw. zweiten Fahrzeuges, die Polizeibeamten blieben auf den Beifahrersitzen und der Konvoi setzte sich in Bewegung. Diesmal entfaltete sich die funkstörende Wirkung des quer im Weg liegenden Felsens natürlich sofort am Beginn der Fahrt. Nachdem dann die Telefonverbindung hergestellt war, nahm der zweite Teil der praktischen Unterweisung seinen Lauf.

Fazit: es war ein guter Ansatz, vor der eigentlichen Transportbegleitung eine "Trockenübung" ohne Schwertransport zu machen und an der Kommunikation muß noch gearbeitet werden.

Nach Abschluß der Veranstaltung auf dem Autohof Ladbergen gab es noch Gelegenheit zu einem letzten Erfahrungsaustausch.


Nachtrag:
Die Kommunikationsprobleme wurden inzwischen durch den Einbau von Betriebsfunkgeräten weitgehend gelöst.


Gute Fahrt allerseits!

:auto-layrubber:
... der werfe den ersten Stein!

Benutzeravatar
Zita
Beiträge: 372
Registriert: So 21. Feb 2016, 20:50
Wohnort: Hagen

Re: Kreis Steinfurt (NRW): Einsatz von Verwaltungshelfern gemäß Roadmap

Beitragvon Zita » Fr 6. Okt 2017, 21:58

Die theoretische und praktische Einweisung der Verwaltungshelfer in einem Kreis ist die eine Sache - die tägliche Arbeit kann ganz anders aussehen.


Für den Kreis Steinfurt kann ich sagen, daß nach dem theoretischen Teil, der mit der förmlichen Verpflichtung als Verwaltungshelfer abschließt und der praktischen Unterweisung auf einer konkreten Strecke die tägliche (bzw. nächtliche) Arbeit ziemlich reibungslos funktioniert - noch nicht in allen Einzelheiten, aber absolut alltagstauglich.


Ein Beispiel dafür ist der Amtsschimmel, der anfangs laut wiehernd nach einer Steuerungsnummer verlangte: die ersten Transporte hätten ohne die Nummer nicht fahren dürfen, dann ist man in Münster dazu übergegangen, die Anmeldungen nur zur Kenntnis zu nehmen (also keine Steuerungsnummern mehr zu vergeben) und in der Folge hat Steinfurt seine Organisation wohl entsprechend umgebaut. Steuerungsnummern werden dankend akzeptiert, wenn es denn welche gibt. Wenn nicht, wird die Vemags-Nummer notiert. Wahrscheinlich ist das an irgendeiner Stelle dann ein höherer Arbeitsaufwand, während anderswo Arbeitsschritte wegfallen, aber es wird erreicht, daß die Polizei weiß, wer auf ihren Strecken in welcher Richtung unterwegs ist und das funktioniert so reibungslos, daß in Einzelfällen schon von Zeitvorgaben abgewichen werden konnte.


Natürlich hat jeder Transport seine Besonderheiten - die nötige Routine wird ja gerade erst eingeschliffen. Es kommt vor, daß Transporte früher kommen als geplant - oder gar nicht wegen einer unfallbedingten Vollsperrung. Es kommt vor, daß Planungen im letzten Moment geändert wurden, aber niemand die aktuellen Telefonnummern hat. Es kommt vor, daß ein Transport kurzfristig wegen fehlender Genehmigung ausfällt und drei Begleiter bis 6 Uhr die Anschlußstelle anstarren, weil sie davon nichts wissen. Andere Verkehrsteilnehmer sind meist verständnisvoll, manchmal von den blinkenden Lichtern eingeschüchtert - und dann wieder völlig uneinsichtig. (Und zu später Stunde ist oft so wenig Verkehr, daß die herumziehenden Dreierteams gelber Sprinter gegenseitig als Sparringspartner agieren.)


Kleinere Probleme tauchen auf und werden gelöst - von großen Problemen habe ich zumindest nichts gehört. Schäden gibt es - soweit ich weiß - bisher nicht (wenn man mal von einzelnen lädierten Kreisverkehren absieht) und bisher mußte auch kein Transport längere Zeit auf seine Begleiter warten - was wahrscheinlich der größte Vorteil der polizeiersetzenden Begleitung ist.


Die einzige Stelle, wo die Zunft der BF4-Fahrer nachweislich negativ aufgefallen ist, ist der Autohof Ladbergen. Da die Unterweisungsfahrten der Polizei dort ihren Ausgangspunkt hatten, standen in der Folge viele Begleitfahrzeuge auf dem Gelände, was den Inhaber wohl dazu inspirierte, die Parkgebühr für LKW einzufordern. Natürlich vergeblich. Für PKW gibt es in der Umgebung mehr als genug Parkmöglichkeiten und auch Verpflegung und Hygiene können anderweitig sichergestellt werden. Ein völlig überflüssiger Zwist!


Es bleibt aber festzuhalten, daß BF4-Begleitungen nicht mit BF3 oder BF2-Begleitungen vergleichbar sind. Es macht einen grundlegenden Unterschied, ob man einen Transport von einem Ausgangspunkt bis zu irgendeinem Ziel begleitet oder für mehrere Transporte nur eine Etappe auf dem Weg durch die Nacht ist, die möglichst reibungslos absolviert werden muß.

Es wird jedenfalls nicht langweilig!


Gute Fahrt allerseits!



:auto-layrubber:
... der werfe den ersten Stein!


Zurück zu „Neuerungen (BF3+, BF4)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast