Verkehrsunfälle aus der Sicht der Medien

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Zita
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Verkehrsunfälle aus der Sicht der Medien

Beitragvon Zita » Mo 29. Mai 2017, 23:37

Man kann unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob es sinnvoll ist, Verkehrsunfälle zum Gesprächsthema zu machen.

Aber manche Unfälle sind ein Gesprächsthema - man kann nur noch entscheiden, ob man sich daran beteiligt.


Dieses Thema soll nicht wahllos jedes Ereignis auf irgendeiner Straße auflisten sondern Berichte zu Unfällen sammeln, die aus irgendeinem Grund lesenswert sind. Berichte, die man auch nach längerer Zeit noch wiederfinden möchte oder die sich durch eine außergewöhnliche Berichterstattung auszeichnen. Berichte über Unfälle, von denen man später hört und dann nachlesen möchte, was eigentlich passiert ist.


Und wer aus Prinzip gegen eine Zurschaustellung von Unfällen ist ... meidet dieses Thema bitte einfach!


:text-thankyoublue:
... der werfe den ersten Stein!

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Zita
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Re: Verkehrsunfälle aus der Sicht der Medien

Beitragvon Zita » Di 30. Mai 2017, 00:29

Der Flügel-Unfall auf der A33 war aus mehr als einer Hinsicht spektakulär und es wurde sehr unterschiedlich darüber berichtet.



:techie-typing:

n-tv liefert einen kurzen, sehr neutralen Bericht über den Ablauf des Unfalls.

... Zu dem Unfall war es am Morgen gegen 5.00 Uhr gekommen. Der mit einem 62 Meter langen und 16 Tonnen schweren Flügel beladene Schwertransporter aus Bremerhaven wollte an der Anschlussstelle Bielefeld-Senne gerade die Autobahn verlassen. Da stieß aus noch ungeklärter Ursache der Lastwagen des 61-Jährigen zuerst gegen das Begleitfahrzeug.

Bei einem anschließenden Ausweichmanöver fuhr er auf die Spitze des Windradflügels auf. Sie bohrte sich mehrere Meter weit durch den hinteren Teil des Laster-Führerhauses. Der Flügel wurde vom seinem Transporter geschoben, schwenkte mit der Spitze auf die Gegenfahrbahn und kam schließlich quer zur Fahrbahn zum Liegen. Ein weiteres Auto prallte mit dem Dach gegen den Flügel, der 37-Jährige Fahrer blieb unversehrt.
...

Quelle:
http://mobil.n-tv.de/panorama/Windradfl ... 43342.html




:techie-typing:

Die Neue Westfälische bringt neben dem Unfallbericht auch einige Bilder und Beschreibungen von Problemen bei der Bergung sowie der Behinderungen auf den Ausweichstrecken.


...
Wie die Polizei mitteilte, waren am frühen Morgen um kurz nach 5 Uhr drei Schwertransporter mit je einem 62 Meter langen Windradflügel auf der A33 in Richtung Bielefeld-Ostwestfalendamm unterwegs. Sie fuhren an der Anschlussstelle Senne ab. Als der dritte bereits im Begriff war abzufahren, prallte ein Lastwagen aus dem Kreis Steinfurt zunächst seitlich gegen das absichernde Begleitfahrzeug und dann beim Ausweichen von hinten in den ausschwenkenden Flügel des Schwertransports.

Dabei riss der Lastwagen des 61-jährigen Fahrers aus Herzebrock-Clarholz den Flügel des Windrades von seinem hinteren Auflieger ab, und der Lastwagen schob den Flügel daraufhin quer über die Fahrbahn bis in den Gegenverkehr hinein.

Dadurch erfasste sogar noch ein zweiter Lastwagen, der vom Ostwestfalendamm kommend in Richtung Paderborn unterwegs war, die Spitze des Flügels, die plötzlich in seine Fahrbahn ragte. Zum Schluss touchierte auch noch das Auto eines 37-jährigen Fahrers aus Osnabrück diesen Flügel.
...

Quelle:
http://www.nw.de/lokal/bielefeld/senne/ ... hn-33.html



Aber damit war die gründliche Recherche noch nicht beendet. In einem weiteren Bericht wurde über die Rekonstruktion des Unfalls ...

...
Ein Fehler bei der Absicherung des Schwertransports sei bisher nicht erkennbar. ...



... und über ein Gespräch des Unfallverursachers mit einem Team des WDR berichtet.

...
Auch als er vom WDR-Team zur Entstehung des Unfalls befragt wurde, blieb der 61-Jährige ehrlich: „Ich habe geraucht und einen Kaffeebecher in der Hand." Die Warnleuchten vom Begleitfahrzeug habe er zwar gesehen – aber „wohl ein bisschen zu spät". Er sei dann sofort nach links ausgewichen, „aber da war der Flügel schon zu weit draußen."

Er vernahm ein Knirschen, ein Rauschen und dann war es vorbei. „Gott sei Dank ist es so ausgegangen."
...

Quelle:
http://www.nw.de/lokal/bielefeld/senne/ ... sgang.html




:techie-typing:

Wie man so einen Unfall in der Berichterstattung deutlich dramatischer darstellen kann, zeigt ein Bericht der NRZ


...
Kurz vor der Abfahrt kam es gestern früh gegen 5 Uhr zu dem dramatischen Unfall – Verursacher war laut Polizei ein Lkw-Fahrer (61), der hinter dem Schwertransport fuhr.

Wie die Beamten berichten, touchierte er aus noch ungeklärter Ursache erst das Begleitfahrzeug, das den Schwertransport nach hinten sicherte, kam ins Trudeln und stieß gegen die Spitze des Windradflügels. Dieser wiederum kam in Bewegung, rutschte vom Schwertransporter und stellte sich quer über die Autobahn. Auf der Gegenfahrbahn durchbohrte der Flügel einen Lkw, dessen Fahrer (46) kam schwer verletzt in eine Klinik. Das Führerhaus des Verursacher-Lkw wurde ebenfalls komplett zerstört.

...

Von einem Unfall, wie er sich gestern auf der A 33 zugetragen hat, hat man in der Branche noch nicht gehört. „Was da passiert ist, das ist ein ganz spezieller Einzelfall“, betonte Mario Burda vom Landesverband Erneuerbare Energien (LEE).
...

Quelle:
https://www.nrz.de/region/auf-a-33-bei- ... 99159.html



:techie-typing:
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Schuby
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Re: Verkehrsunfälle aus der Sicht der Medien

Beitragvon Schuby » Fr 2. Jun 2017, 11:36

Irgendwo in Asien gab es wohl einen ähnlich gelagerten Unfall wie auf der A33, allerdings ist ein Opfer zu beklagen.

Die/Eine Sicherheitsbeauftragte, wenn man sie so nennen möchte, hat wohl viele Flügelfahrer zu einem Gespräch eingeladen.
Dabei kam heraus, dass die Flügelspitzen ab sofort bei Transporten beleuchtet sein müssen, um solchen Unfällen vorzubeugen.

Beim Essen mit einem Flügelfahrer, der mir das erzählte, fiel mir vor lachen fast die Gabel aus der Hand.
Ich bin seit etwas über 2 Jahren dabei, ich kenne das überhaupt nicht anders, dass an der Flügelspitze ein rot beleuchtetes Mützchen über die Flügelspitze gezogen wird, an der unten die Lichterkette hängt. Ich hab auch bei anderen Flügeltransporten das noch nie anders gesehn.
Von Behörden ist man ja einiges gewöhnt, aber in der freien Wirtschaft?
Was hat die gute Frau in den letzten 2 Jahren gemacht, sich die Fingenägel lackiert?



Klischees sind normalerweise nicht mein Ding, aber der musste jetzt sein!
Mal hier, mal da

Gruß Henry


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