Diskussion: Meinungen und Erfahrungen zur polizeiersetzenden Transportbegleitung

Carsten BF3
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Re: Diskussion: Meinungen und Erfahrungen zur polizeiersetzenden Transportbegleitung

Beitragvon Carsten BF3 » Mi 18. Apr 2018, 17:56

Nach langer Zeit mal wieder da.

BF4 Begleitung :
Erlebnisse ohne Ende und Chaos bis zum abwinken bis hin zu "Ein Bf4 reicht"
aber auch sehr angenehme Sachen mit BF4.

Ich fange mit dem angehnemen an. BF4 Begleitungen, Strecke 5 km lief absolut super und mit Hilfe der Polizei da der gemeine Pkw Fahrer einfach wild drauf los fuhr nur eben nicht damit gerechnet hat das diese Strecken auch kontrolliert wird. Hihihi

Das nächste angenehme war eine Begleitung über ca 20 km, funktionierte auch fast tadellos,bis auf den Reifenplatzer beim Transport.

Die andere Seite der Medaille:

NRW: Lt Genehmigung sollten auf der Strecke 3 BF4 Fahrzeuge eingesetzt werden. Eins war da,die andern beiden hingen als BF3 hinter den Transporten fest und hätten frühstens morgens um 5+6 Uhr da sein können (es waren eigene BF4 Fahrzeuge der Transport Firma)
Zitat" Hier reicht eins, machen wir immer so."

NRW 2:
4 Transporte treffen sich samt Begleitungen und bf4 Begleitung auf einer Strecke............ Game Over. !

Nrw3:

BF4 Begleitung abgesagt und ohne gefahren aus Kostengründen. Zitat" Hab doch ein Begleiter dabei, reicht doch."

Niedersachsen: Transport fährt sich außerhalb der Fahrtroute fest und muss geborgen werden. Hipos kannten eine "kürzere Strecke".

Und zu guter letzt: NRW 4:

Transport konnte nicht Starten weil BF4 Truppe erst die eigenen Fahrzeuge von der Autobahn zur Firma gezogen hat und dann den eigentlichen Transport.

Fazit:

BF4 ist toll weil man nicht ewig auf die Rennleitung warten muss.......
Mehr positives kann ich dem nicht abringen.



Es ist ein Pilotprojekt noch und wird jetzt schon genutzt um das gut gemeinte durch solche Aktionen zu Torpedieren.

Ich finde es dringend notwendig das Transport Firmen den Einsatz von BF4 Begleitungen durch eigene Fahrzeuge,untersagt wird.

Es kommt irgendwann soweit das Nachmittags gegen 17 Uhr ein Transport durchgeführt wird der eigentlich erst um 22 Uhr hätte fahren dürfen. Breite ca4,70 m. oder ist es doch schon passiert in NRW? Ratet doch mal.
Schöne Grüße und gute Fahrt.
Allzeit gute Fahrt

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Re: Diskussion: Meinungen und Erfahrungen zur polizeiersetzenden Transportbegleitung

Beitragvon Schuby » Do 19. Apr 2018, 16:13

BF4 Begleitung abgesagt und ohne gefahren aus Kostengründen. Zitat" Hab doch ein Begleiter dabei, reicht doch."
Transport fährt sich außerhalb der Fahrtroute fest und muss geborgen werden. Hipos kannten eine "kürzere Strecke".
Es kommt irgendwann soweit das Nachmittags gegen 17 Uhr ein Transport durchgeführt wird der eigentlich erst um 22 Uhr hätte fahren dürfen.


Da wunderts mich nicht, wenn sich einige wenige Bundesländer querstellen, sowas geht doch bestimmt rum wie ein Lauffeuer ...

Und wenn ich höre, was eine Polizeibegleitung (ein Fahrzeug von A nach B) in Berlin kostet, wunderts mich auch nicht, dass sich die Berliner das nicht aus den Händen nehmen lassen wollen ...
Mal hier, mal da

Gruß Henry

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Re: Diskussion: Meinungen und Erfahrungen zur polizeiersetzenden Transportbegleitung

Beitragvon Zita » Fr 20. Apr 2018, 23:52

@Carsten: aus Deiner Frage nach der Verpflichtung zum Abschluß einer Versicherung für Verwaltungshelfer habe ich mal ein eigenes Thema gemacht:
viewtopic.php?f=5&t=293

Ich fand, die war selbst zu interessant, um in einer Diskussion zu verschwinden.



Zu den Erfahrungen mit BF4-Begleitungen:

Natürlich tragen einzelne Aktionen zu der Meinung bei, die sich jede Person bildet. Aber das Problem beim Einzelfall ist: er kann jeweils mit einem einzigen gegenteiligen Einzelfall widerlegt werden.

Die Privatisierung der Polizeibegleitung ist ja eigentlich kein Pilotprojekt mehr (auch wenn jedes Bundesland seinen eigenen Einstieg vollmundig als Pilotprojekt durch die Presse jagt). Mit der gesetzlichen Regelung ist diese Form der Begleitung in den Regelbetrieb gegangen. Es gibt verschiedene rechtliche Möglichkeiten, das Spektakel zu organisieren und die Bundesländer testen noch aus, welche Möglichkeit sie selbst ganz konkret nutzen wollen. Aber die Zeit der individuell frei aushandelbaren Testläufe ist vorbei.

Allen Möglichkeiten der Privatisierung ist doch ein Vorteil gemeinsam:

Carsten Bf3 hat geschrieben: BF4 ist toll weil man nicht ewig auf die Rennleitung warten muss.......
Mehr positives kann ich dem nicht abringen.

Das allein ist doch schon eine Menge wert!


Wenn ich auch mal einen Einzelfall ins Rennen werfen darf:

ein bundeslandübergreifender Transport aus Niedersachsen nach NRW wurde mehrmals erst durch HiPo begleitet und an der Landesgrenze an Verwaltungshelfer übergeben. Reine Fahrzeit ungefähr 6 Stunden. Außer in der einen Nacht, in der die Polizei statt des HiPo die Begleitung durchführte. Nichts gegen die Polizei!! Aber das sind nunmal keine Transportbegleiter für einen bestimmten Transport. Die haben auch Anderes zu tun. Gegen 1 Uhr (als der Transport eigentlich an der Landesgrenze sein sollte, war er noch nicht mal abgefahren. Am Ende war es eine Tour über zwei Tage.

An die private Transportbegleitung haben unterschiedliche Gruppen ja unterschiedliche Erwartungen: Speditionen hoffen auf einen reibungsloseren und besser planbaren Transportablauf, die Polizei auf gleichbleibende Verkehrssicherheit, Politiker auf eine Entlastung der Polizei (die ja nachweislich anderswo gebraucht wird) ...

Daß sich solche Erwartungen nicht spontan erfüllen lassen, war zu erwarten. Es bleibt nur zu hoffen, daß Probleme verarbeitet werden und zur Verbesserung der Situation führen.

Positives Beispiel einer möglichen (!!) Lösung mancher Probleme ist mal wieder der Kreis Steinfurt: zukünftige BF4-Fahrer bekommen eine vergleichsweise gründliche Einweisung, nachts sind manchmal sowohl Streifenwagen als auch Zivile auf den Strecken - man muß jedenfalls jederzeit damit rechnen, beobachtet zu werden. Allerdings nicht (nur) um teure Gespräche zu führen sondern (auch) um zu beobachten, ob die Begleitungen glatt laufen. Die Roadmaps stehen im Internet und es werden tatsächlich Einzelheiten angepaßt. Mit anderen Worten: man gibt sich Mühe, die neue Rechtslage für alle Beteiligten brauchbar in der Praxis umzusetzen. Mehr kann man von niemandem verlangen.

Deshalb meine Meinung: die Möglichkeit, BF4-Fahrzeuge einzusetzen ist ein nützliches Werkzeug. Der Anfang ist gemacht und die Probleme scheinen lösbar zu sein. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
... der werfe den ersten Stein!

Carsten BF3
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Re: Diskussion: Meinungen und Erfahrungen zur polizeiersetzenden Transportbegleitung

Beitragvon Carsten BF3 » Mi 12. Sep 2018, 02:37

Nun hat es mich leider auch erwischt und ich Fahre so ein.... Bf4 Fahrzeug.

Da ich nur auf einer Strecke "geschult" bin, kann ich noch nichts sagen außer das es Pkws wie Lkws egal ist welches Zeichen man setzt. :laughing-rolling:

Durchfahrt verboten gilt eben nicht für jeden. :angry-banghead:
Allzeit gute Fahrt


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