Wer prüft und genehmigt was?

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Zita
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Wer prüft und genehmigt was?

Beitragvon Zita » Fr 14. Jul 2017, 17:57

Offensichtlich sind Schwertransporte zur Zeit für die aktuelle Berichterstattung interessant. Kein Schwerpunkt, aber immerhin soweit, daß Medien sich auch mal mit Hintergrundinformationen beschäftigen. Wie wäre es sonst zu erklären, daß der NDR sich mit einem so trockenen Thema wie "Genehmigungsverfahren" beschäftigt?!


Aufhänger sind natürlich die an der AS Achim-Ost gestrandeten Flügel einer Windkraftanlage (mit Verlinkung aller zugehörigen Berichte). Aber dann werden die verschiedenen Arbeitsschritte zur gültigen Genehmigung erklärt - bis zur Verpflichtung des Transportunternehmers, die Strecke vor Transportbeginn abzufahren bzw. abfahren zu lassen. Womit der Kreis geschlossen ist :liar:


...
Maßgeblich an der Genehmigung einer Fahrt ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV).

Bevor es für einen Schwertransport losgehen kann, stellt also das Transportunternehmen, das die Fahrt ausführt, einen Antrag. Adresse ist die zuständige untere Verkehrsbehörde. Welche das ist, entscheidet sich mit dem Abfahrtsort oder dem Sitz der Firma, erklärt Dietrich Otto von der NLStBV. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Unternehmen bereits einen Weg ausgearbeitet und ein Streckenprotokoll erstellt haben. Darin sollten die notwendigen Um- und Abbauten, die ein Durchkommen des Transports möglich machen, verzeichnet sein.

... Die Landesbehörde tritt bei Anträgen dann zum einen als Straßenbaulastträger für Autobahnen, Bundes- und Landstraßen auf und bewertet etwa die Tragfähigkeit von Straßen, Brücken und deren Höhe. Für die Lage entlang der Strecke jenseits der Autobahnen, also für mögliche Um- und Abbauten von Ampeln, Verkehrszeichen und Inseln, fragt die Landesbehörde bei den Verkehrsbehörden vor Ort an. Diese hätten am Rand der Strecke die bessere Ortskenntnis, sagt Otto.

Sie prüfen dann anhand des Streckenprotokolls die geplante Fahrt und geben ihre Stellungnahme zurück an die Niedersächsische Landesbehörde. Diese sendet dann ihre gesamtniedersächsische Stellungnahme an die Landesbehörde, die den Antrag von der Transportfirma bekommen hat. Es folgt die Genehmigung des Fahrt-Antrags oder die Ablehnung. Vor jedem Transport steht dann die abschließende Kontrollfahrt durch das Transportunternehmen. Sie ist verpflichtend "unmittelbar vor dem Start durchzuführen", so Otto.
...

Quelle:
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersac ... rt470.html


Gute Fahrt allerseits!


:auto-layrubber:
... der werfe den ersten Stein!

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