Thüringen denkt nach!

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Zita
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Thüringen denkt nach!

Beitragvon Zita » Sa 5. Aug 2017, 12:02

Es ist erstaunlich:

die Begleitung durch Private ist gesetzlich geregelt - von den Ausrüstungsvorschriften der Fahrzeuge über ihren Einsatz (gemäß sogenannter Roadmaps) und der Möglichkeit, die Begleitung in der Genehmigung anzuordnen (durch Änderung der Verwaltungsvorschriften zur StVO). Pilotversuche wurden beendet und der Regelbetrieb begonnen - noch etwas unbeholfen, aber immerhin!


Und jetzt denkt Thüringen über einen Pilotversuch nach!

Und zwar einen Pilotversuch, der an eine Strecke anschließt, auf der in Bayern seit Monaten erfolgreich mit privater Transportbegleitung gearbeitet wird.


Auf MDR Thüringen berichtet Ludwig Kendzia im August 2017:


...
Nun könnte ein entsprechender Pilotversuch einen Schritt in Richtung "Entlastung" bedeuten. Demnach gibt es seit einigen Monaten intensive Beratungen zwischen dem Verkehrs- und Innenministerium. Laut internen Papieren, die MDR THÜRINGEN vorliegen, sprechen sich Ministeriumsexperten für einen Modellversuch auf dem Thüringer Abschnitt der A9 aus. Ihr Vorschlag: Zwischen Sachsen-Anhalt und Bayern dürfen Schwerlasttransporte ohne Polizeibegleitung fahren. Abgesichert würden diese Transporte durch sogenannte Verwaltungshelfer. Diese sitzen in den Begleitfahrzeuge privater Sicherheitsfirmen. Der Hintergrund für die Thüringer Pläne ist ein Pilotprojekt in Bayern, das seit Anfang dieses Jahres läuft. Dort dürfen auf der A9 zwischen der AS München-Frankfurter Ring und der Thüringer Landesgrenze Schwerlasttransporte ohne Polizeibegleitung fahren. Bisher, so das bayrisches Verkehrsministerium, laufe der Versuch gut. Es habe weder Unfälle noch andere Probleme gegeben.

In Thüringen sind diese Überlegungen noch Theorie. ...

Quelle:
http://www.mdr.de/thueringen/schwerlast ... kt100.html


Allerdings sieht Thüringen Probleme mit der Umsetzung in der Praxis.

... Denn diese Verwaltungshelfer sind keine Polizisten. Deshalb dürfen sie nur die Vorgaben der Straßenverkehrsbehörden von Land und Kommunen umsetzen. Sobald auf dem Transport etwas von diesen Plänen abweicht, müssen sie doch die Polizei holen. Beispielsweise, wenn durch einen Unfall oder eine Baustelle die vorgegebene Route abweicht oder in anderer Form in den Straßenverkehr eingegriffen werden muss.
Das weiß auch Thüringens Innenminister Holger Poppenhäger (SPD). In der letzten Sitzung des Innenausschusses machte er auf das rechtliche Problem aufmerksam. Laut internem Protokoll der nichtöffentlichen Sitzung erklärte er, dass eben bei "nichtplanbaren Verkehrsmaßnahmen bei der Begleitung von Großraum- und Schwertransporten hoheitliche Entscheidungen vor Ort nur durch die Polizei getroffen werden dürfen".
...

Doch es gibt noch einen weiteren Kritikpunkt an der Idee, die Polizei von Schwerlastbegleitung abzuziehen. Experten der Verkehrspolizei sehen große Probleme bei der Sicherheit auf den betroffenen Straßen. Ein Beamter, der namentlich nicht genannt werden will, sagte MDR THÜRINGEN, dass es einen Unterschied mache, ob Transporte mit Blaulicht oder Orangelicht begleitet würden. Besonders bei Brückenüberfahrten komme es immer wieder zu haarsträubenden Situationen. Da werde das Polizeifahrzeug quer zur Fahrbahn gestellt, um den Verkehr zu bremsen, damit der Schwerlasttransport in niedriger Schrittgeschwindigkeit darüber fahren könne. Doch immer wieder würden sich Laster oder Autos links vorbei drängeln. "Stellen Sie sich vor, da steht nachts ein Begleitfahrzeug mit orangenem Warnlicht, das würde noch mehr ignoriert werden", so der Experte. Noch sind die Pläne zu einem Pilotprojekt in Thüringen nicht praxistauglich. Wann also ein solcher Versuch auf der A9 gestartet wird, bleibt vorerst offen.

Quelle:
http://www.mdr.de/thueringen/schwerlast ... kt100.html


Wohlbemerkt: diese Pläne sind noch so geheim, daß von "internen Papieren" und einem "Beamten, der namentlich nicht genannt werden will" die Rede ist.

:text-nocomment:


Allerdings muß auch gesagt werden, daß man in Thüringen zwar offensichtlich nicht viel Vertrauen in das Konzept "Verwaltungshelfer" setzt, aber andererseits dem Transportbegleiter viel größere Befugnisse erteilen will - durch den Einsatz von Beliehenen.

... Das Thüringer Innenministerium erklärt auf Nachfrage zum geplanten Pilotversuch, dass eine Entlastung der Polizei bei der Begleitung von Schwerlasttransporten grundsätzlich begrüßt werde. Auch der Einsatz von Verwaltungshelfern sei denkbar. Doch langfristig müssten die gesetzlichen Grundlagen für eine sogenannte Beleihung von Begleitunternehmen geschaffen werden. Das würde bedeuten, dass das Personal von Sicherungsfirmen so geschult wird, dass es die hoheitlichen Aufgaben der Polizei übernehmen darf. Doch dafür müssen umfangreich Gesetze verändert werden.

Quelle:
http://www.mdr.de/thueringen/schwerlast ... kt100.html



Bekanntermaßen wartet die bayrische Regierung bis heute vergeblich auf göttliche Eingebungen ...


https://youtu.be/FW6P_crgp8M


... aber hier wünscht man sich doch, daß die thüringische Landesregierung mal bayrische Ratschläge einholen möge, oder?


:techie-typing:
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Re: Thüringen denkt nach!

Beitragvon Schuby » So 6. Aug 2017, 18:52

Es ist doch unbestritten, nicht nur in Thüringen, das nur das "Zumachen" vor einer Brückenüberfahrt, auch wenns mit 80km/h drübergeht, für uns teilweise lebensgefährlich ist, sich normale Verkehrsteilnehmer einen Dreck darum scheren, dass wir Zeichen 266 gesetzt haben ...
Mal hier, mal da

Gruß Henry

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Re: Thüringen denkt nach!

Beitragvon Zita » Mo 7. Aug 2017, 01:02

Unbestritten ist das nicht - ich bestreite das. Aber mich fragt ja keiner.


Wenn schon eine Brückenauflage ohne Geschwindigkeitsbeschränkung lebensgefährlich sein soll, dann muß die Teilnahme am Straßenverkehr per se als lebensgefährlich angesehen werden! Das kann man so sehen. Aber ich fühle mich eigentlich gar nicht so sehr lebensbedroht. (Statistisch gesehen sterben die meisten Menschen im eigenen Bett.)

Ich denke, wir sind mit den wendigen Sprintern schon ganz gut aufgestellt - gesunden Menschenverstand und eine einigermaßen vernünftige Fahrweise vorausgesetzt.


Aber die Strecke, um die es in Thüringen geht ist ein gerades dreispuriges Stück Autobahn. Was ist da zu tun, wofür es Blaulicht braucht??
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Re: Thüringen denkt nach!

Beitragvon Zita » Fr 6. Apr 2018, 12:49

Die thüringischen Gedanken nehmen Gestalt an:

Premiere in Thüringen: Schwertransport rollt erstmals ohne Polizeischutz
...
In der Nacht vom 11. zum 12. April rollt laut Landesverwaltungsamt in Weimar erstmals ein Schwertransport durch Thüringen, der nicht wie üblich von der Polizei, sondern von einem Privatunternehmen begleitet wird. Seit Januar bereiten Behörden und Polizei diesen Pilotversuch vor. Die Versuchsstrecke liegt im Weimarer Land: Getestet wird der Transport auf der Strecke von der Anschlussstelle Apolda der A 4 über die B 87 bis Umpferstedt und B 7 bis Isserstedt, weiter über Kleinromstedt, Schöten, Hermstedt, Stobra bis zum Windpark Eckolstädt.
...
Die neue Regelung erlaubt, dass Schwertransporte künftig von sogenannten „Verwaltungshelfern“ in gelb lackierten Fahrzeugen begleitet werden können.



Aber ...

Ehe diese thüringenweit umsetzt wird, soll es weitere Teststrecken in Thüringen geben.


Man muß ja auch nichts überstürzen! :think:

Immerhin: es geht voran in Thüringen:

Quelle der Zitate:
http://m.otz.de/startseite/detail/-/spe ... 2034026892


Gute Fahrt!


:auto-driving:


Edit:
Es gibt auch eine offizielle Quelle:
http://www.thueringen.de/th3/tlvwa/aktu ... index.aspx
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Re: Thüringen denkt nach!

Beitragvon Zita » Sa 14. Apr 2018, 16:06

Der Transport hat stattgefunden und offensichtlich waren alle Beteiligten mit dem Verlauf sehr zufrieden.


Hier das Presse-Echo auf die nächtliche Aktion:



In der Nacht zum Donnerstag gab es im Weimarer Land eine Thüringen-Premiere: Der Freistaat hat einen Pilotversuch begonnen, bei dem Schwertransporte künftig nur noch von privaten Unternehmen und nicht mehr von der Polizei begleiten werden müssen. Das bestätigte eine Sprecherin des Thüringer Landesverwaltungsamtes (TLVWA) auf Thüringen24-Anfrage.
...

Das Landesverwaltungsamt hatte die Versuchsstrecke im Januar gemeinsam mit den betroffenen Straßenverkehrsbehörden und der Polizei ausgewählt. Neben dem Landesverwaltungsamt und den Beamten sind die Spedition und die Privatfirma für Begleitfahrzeuge an dem Pilotprojekt beteiligt. Die Eskorten der überschweren Brummis sind an einer gelbfarbenen Lackierung zu erkennen. Ein spezieller Aufbau auf dem Dach lässt einzusetzende Verkehrszeichen rundum in alle Richtungen aufblinken. Es handelt sich laut Behörde um Fahrzeuge der neuesten Generation, die sogenannten „BF4-Fahrzeuge“.
...

Quelle:
https://www.thueringen24.de/weimar/arti ... ingen.html



...
Am Ende hatte Christoph Zureck, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma aus Brandenburg an der Havel, die Wette verloren. Er hatte mit Thomas Kießling, Polizeihauptkommissar in der Landespolizeiinspektion Jena gewettet, dass er den Schwerlasttransport, bestehend aus fünf Fahrzeugen, innerhalb von zwei Stunden an das Ziel in den Windpark nach Eckolstädt bringen wird.
„ Aber egal. Ende gut, alles gut. Die Fahrzeuge sind sicher angekommen. Nur das zählt. Daran wird unsere Arbeit gemessen. Zusammen mit dem Logistik-Unternehmen Schwandner hat das alles prima geklappt“, sagte Zureck.
...

Quelle:
http://m.thueringer-allgemeine.de/web/m ... 1370198340




...
In den kommenden sechs Wochen werden rund 100 solcher Transporte durch das Weimarer Land rollen: Sie kommen von der A4 bei Apolda und werden über die B87 und die B7 bis Isserstedt geleitet. Weiter geht es dann über Kleinromstedt, Schöten, Hermstedt und Stobra bis zum Windpark Eckolstädt. Hintergrund ist, dass dort zehn neue Anlagen entstehen. Die Windräder haben jeweils eine Höhe von über 90 Metern. Auf der Route wurde daher ein Kreisverkehr umgebaut, damit die langen Transporte die Stelle geradeaus passieren können. Angeliefert werden die Bauteile aus Polen, Dänemark und Rostock.
...

https://www.mdr.de/thueringen/mitte-wes ... n-100.html



Und hier der Link zu einem Video-Bericht des MDR (solange er in der Mediathek verfügbar ist):


https://www.mdr.de/thueringen/mitte-wes ... 89302.html



Gute Fahrt allerseits!


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Re: Thüringen denkt nach!

Beitragvon Zita » Sa 21. Jul 2018, 14:38

Ein Blick auf die Berichterstattung aus Thüringen:


... auf einer Versuchsstrecke der Autobahn A9 oder einer Pilotstrecke zwischen Apolda und Eckolstädt, sind bereits jetzt private Helfer am Werk. Zur Zufriedenheit der jeweiligen Transportkunden und der Polizeiführung, heißt es.



Aber im Gegensatz zu anderen Bundesländern gibt es in Thüringen auch Bedenken, die allerdings nur anonym genannt werden:

Die letzten Jahre funktionierte dieser spezielle Verkehr in Thüringen ruhig und reibungslos, obwohl die Belastung für die Polizisten groß war. ... Dort war eine "Schwerlastgruppe" von Beamten gebildet worden, die sich rund zehn Jahre lang die Nächte um die Ohren schlug und in der Branche als dauerhafter und erfahrener Ansprechpartner einen guten Ruf genoss.

Das erkennt auch der Polizei-Chef von Erfurt, Jürgen Loyen, öffentlich an. Er schränkt aber ein, dass die Spezialisierung der Kollegen im Laufe der Zeit auch zu großen Personalproblemen in der Erfurter Inspektion führte. Deshalb wurde die Gruppe zum Jahresanfang aufgelöst, ihre Aufgabe im Amt wieder verteilt und ihre Mitglieder wieder im regulären Streifendienst eingesetzt.

Deutliches Murren kommt dagegen von der Wirtschaft, wenn auch nicht öffentlich. Sie müsste deutlich mehr für die private Begleitung ihrer Ware bezahlen als für die Verwaltungsgebühren der Polizeieinsätze. Und sie fürchtet um die Sicherheit ihrer Waren und die Pünktlichkeit der Lieferung. ...

Das amtliche Auftreten der Polizei erhöht zudem die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer, sagen Schwertransport-Spediteure. Das orange Warnlicht der zivilen Begleiter werde immer öfter nicht ernst genommen, nur das Blaulicht der Streifenwagen wirke noch disziplinierend. Unfälle habe es ohne Polizeieskorte zwar noch keine gegeben, brenzlige Situationen und Notbremsungen dagegen schon.

"Dass die Spezialisten nicht mehr raus dürfen, wirft uns um zwanzig Jahre zurück", schimpft ein ansässiger Transportbegleiter, der mindestens genau so lang auf Thüringer Straßen unterwegs ist. "Die jungen Polizisten sind oft nicht aus Erfurt oder kommen mit einem Auto, wo zwei nötig sind." Dabei mache er ihnen keinen Vorwurf, aber Ortskenntnis, Erfahrung und Routine seien einfach nicht zu ersetzen. Und sich selbst als Verwaltungshelfer bewerben will der selbstständige Unternehmen auch nicht. "Da müsste ich mir neue teure Fahrzeuge und Technik anschaffen, das lohnt sich nicht, solange die Gesetzes- und Auftragslage so unklar ist." Stattdessen will er weiter für die Polizeibegleitung kämpfen.

Quelle für alle Zitate:
https://www.mdr.de/thueringen/thueringe ... i-100.html



Eine wirklich bemerkenswerte Wortmeldung!

Ich würde das so zusammenfassen: bisher war alles fest in uniformierter Hand und ist gut gelaufen. Jetzt dürfen Privatpersonen einen Teil der Arbeit machen und alles ist in Gefahr: die Waren sind nicht mehr sicher, die Pünktlichkeit und Verkehrssicherheit sind in Gefahr. Es ist zwar noch nichts passiert, aber man weiß ja nie. Außerdem wird es teurer. Und das Licht hat auch eine andere Farbe! Man muß für das Althergebrachte kämpfen.

Ob den Bedenkenträgern wohl schonmal der Gedanke gekommen ist, daß man 12 fähige Beamte mit dem nötigen Fachwissen sehr viel sinnvoller damit beschäftigen kann, die Transporte und die privat durchgeführte Begleitung zu kontrollieren und selbst nur noch die problematischen oder sehr großen Transporte zu begleiten statt selbst kilometerweit vor jedem Fahrzeug herzufahren, nur um die Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer zu wecken? Die Transporte müssen ja auch bei privater Begleitung bei der Polizei angemeldet werden. Einer Kontrolle oder Beobachtung steht also nichts im Weg.

Der Kampf für eine Begleitung aller Transporte durch die Polizei scheint mir ein Kampf gegen Windmühlen zu sein.

Übrigens gibt es auch einige Kommentare zu dem Artikel.


Gute Fahrt allerseits



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Re: Thüringen denkt nach!

Beitragvon Schuby » Sa 21. Jul 2018, 21:32

Die thüringer Unternehmer sollten mal über den Tellerrand sehen.
Solange nur gebremst wird, ist doch alles ok?
Und Unfälle gab es auch schon, trotz Blaulichtbegleitung.
Zudem scheinen die allwissenden Unternehmer wirklich nur in ihrem beengten Dunstkreis Transporte zu haben, in manchen Gegenden wird nicht mal das Blaulicht "disziplinierend" wahrgenommen, geschweige denn überhaupt beachtet!
Mal hier, mal da

Gruß Henry

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Re: Thüringen denkt nach!

Beitragvon Zita » Sa 21. Jul 2018, 22:12

Henry, das weißt Du, das weiß ich und das weiß jeder andere, der nachts in Sachen Schwertransport unterwegs ist. Und egal ob gelbes oder blaues Licht, den größten Beitrag zur Wahrnehmung leistet die Fahrweise. Außerdem geht es bei der privaten Begleitung bekanntermaßen um die unproblematischeren Fälle. Aber mir ging es vor allem um die stoffelige Einstellung "war gut so - muß so bleiben".

Natürlich ist eine zentrale Schwerlasttruppe der Polizei eine komfortable Lösung für alle Beteiligten und es wurde mit Sicherheit abgewogen, ob man es dabei beläßt oder etwas ändert. Aber sowohl die Zahl der Schwertransporte als auch die Aufgaben der Polizei wachsen. Offensichtlich hat man sich in Thüringen dafür entschieden, der neuen Rechtslage eine Chance zu geben und auf den Luxus dieser Spezialeinheit zu verzichten (was ja längst noch nicht alle Bundesländer tun).


Ich finde es auch bemerkenswert, daß auf einen kritischen Artikel so viel mehr Leserbriefe kommen als auf positive Berichte. Leider hat offensichtlich fast keiner der Schreiber die geringste Ahnung, worum es geht. Man hätte die Diskussion weiterführen und die Fragen klären sollen. Aber wahrscheinlich interessiert das eh niemanden so genau.
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